18. Dezember 2017 Madeleine

Betriebserkundung mal anders

Langweilige Führungen, geprägt von Monologen und viel zu großen Gruppen, noch dazu wenig interessierte Zuhörer – wer kennt das nicht!? Ein Graus für alle Beteiligten. Da muss es doch noch etwas anderes geben. Also haben wir kurzerhand nach einer Alternative gesucht und siehe da, auch eine Lösung gefunden! Die visionTour Part II. Unter dem Titel „Betriebserkundung mal anders“ haben wir interessierte Jugendliche mit engagierten Unternehmenspartnern zusammengebracht. Am 12. Dezember trafen sechs Partnerunternehmen auf Schülerinnen und Schüler aus drei Klassen in Berlin und Brandenburg zusammen. Das Neue? Auf den ersten Blick strahlende Gesichter. Auf den zweiten Blick das Konzept der visionTour. Während häufig ganze Klassen – oder noch schlimmer ganze Jahrgänge – auf Betriebe losgelassen werden, schicken wir nur interessierte Jugendliche in die Betriebe vor Ort. Unser Erfolgsrezept: kleinere Gruppen, hohes Interesse und Eigenengagement der beteiligten Unternehmen und der Mut, etwas Neues auszuprobieren. Unsere Zauberformel: Erlebnis statt Schule und das wichtigste ist die Interaktion! Geredet wurde gestern, heute heißt es selber ausprobieren. „Es ist die Mischung, die ankommt.“ Wer nicht nur hört, sondern dazu noch sieht, merkt sich eher etwas. Wer dann auch noch selbst aktiv wird, kann sich dem Lerneffekt kaum entziehen. Und der Vorteil für die Unternehmen? Siee können über die spielerischen Elemente prüfen, wer die notwendigen Kompetenzen mitbringt und welche Jugendlichen potenzielle Nachwuchskräfte sind. Und die Jugendlichen? Sie haben Spaß an der Abwechslung und daran, sich auszuprobieren.

Welche Partnerunternehmen dabei waren und wie das ganze aussah, könnt ihr hier sehen:

Interaktives Erleben bei der BDG auf dem Recyclinghof

Kein Job für Warmduscher! Bei der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH ist Teamarbeit und Fachkenntnis gefragt. Hier wurden die Berufe Kraftfahrer*in und Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft vorgestellt. Egal ob TrennCheck, Fahrzeugkontrolle, Tonnenleerung oder Ratespiele im Kundenbetrieb – bei der BDG durften alle mal ran und zeigen, was in ihnen steckt. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig: Der Tag ist viel besser als gedacht. Nur der Geruch ist gewöhnungsbedürftig.

Hier geht’s zum tollen Beitrag von der BDG

Wow-Momente im Geburtshaus

Da staunten die Schüler nicht schlecht, als sie im Geburtshaus Charlottenburg bzw. Eberswalde eintrafen und sich mit dem Beruf des Entbindungspflegers konfrontiert sahen. Es gibt also auch männliche Hebammen. Die Aufgaben und Arbeitszeiten einer Hebamme könnten kaum abwechslungsreicher sein. Von Vorsorgeuntersuchungen und Geburtsvorbereitungskurse über die Geburt selbst bis hin zur Betreuung danach. Alles halb so wild, wäre da nicht noch der Papierkram. Dieser Beruf ist nichts für schwache Nerven. Dass es aber auch Einfühlungsvermögen braucht, wurde spätestens nach der inszenierten Vorsorgeuntersuchung einer schwangeren Hebamme klar.

Hier geht’s zum Geburtshaus Charlottenburg

Hier geht’s zum Geburtshaus  Eberswalde

Auf Bonbon-Spur bei Katjes

Boah geil, es geht zu Katjes. Dass man dort auch eine Ausbildung zum Süßwarentechnologen bzw. zur Süßwarentechnologin machen kann, war vielen Schülerinnen und Schülern gar nicht klar. Was hat man dort für Aufgaben und auf welche Fähigkeiten kommt es an? Das sollten die Jugendlichen vor Ort selbst in Erfahrung bringen. Ein bisschen was zum Unternehmen, ein Rundgang durch die gläserne Fabrik und natürlich eine Aufgabe für die Jugendlichen im Team. Dass die heutige Jugend durchaus Interesse zeigt und den Dreisatz und Prozentrechnung beherrscht, konnten sie in einem Spiel aus Bonbons direkt unter Beweis stellen. Interaktion mal anders und mit Genusspotenzial.

Mehr Info’s zum Ausbildungsberuf Süßwarentechnologe/ -technologin bei Katjes

Wir gehen der Sache auf den Grund mit Wendt Grundbau

Kaltes matschiges Wetter, das waren die Bedingungen für die Jugendlichen bei der Betriebserkundung bei Wendt Grundbau. Doch das ist kein Grund zum Nörgeln. Denn der Beruf des Tiefbaufacharbeiters bzw. der Tiefbaufacharbeiterin ist vielseitig – so wie das Wetter, mit dem man es in diesem Beruf zu tun hat. Das ist nur realistisch und deshalb kein Problem. „Die Jugendlichen sollen wissen, was sie in diesem Beruf erwartet.“ Klar, dass ein Besuch auf der Baustelle nicht fehlen darf. Zwei Baustellen in bester Berliner Lage. Der Blick über die Baustelle, Mitarbeiter, die alle Fragen beantworten und Baumaschinen, die man nicht nur von außen, sondern auch von innen entdecken konnte – ein gelungener Tag. Und für die Frostbeulen gab es da zum Glück den Bauwagen. Die Überraschung zum Schluss: Es gab Geschenke. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielten einen Zollstock.

Mehr Info’s zum Ausbildungsberuf Tiefbaufacharbeiter/in bei Wendt Grundbau

Azubis gestalten Parcours bei Weber Automotive

Wer hat schon seine eigene Lehrwerkstatt? Weber Automotive schon! Um den Beruf des Industriemechanikers bzw. der Industriemechanikerin vorzustellen, hatten die Kollegen aus Bernau die besten Voraussetzungen. Moderne Hallen, tolle Produkte, eine eigene Lehrwerkstatt und ein super Team. Teamarbeit ist bei Weber Automotive besonders wichtig. Klar, dass die Jugendlichen ihre Fähigkeiten auch hier unter Beweis stellen konnten – als Team in Zusammenarbeit und unter Regie der Azubis. Eine neue Herausforderung, die Planung und Betreuung erfolgte durch die Azubis selbst. Egal ob beim technischen Zeichnen, Feilen und Bohren oder Bedienen von Maschinen – jede*r konnte sich einbringen. Die Erkenntnis: Spiel und Wettbewerb lassen Jugendliche zu Höchstleistungen auflaufen.

Mehr Info’s zu Karrieremöglichkeiten bei Weber Automotive

 

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